21.1.2021 – Verdacht eines versuchten Tötungsdelikts in Lindau

22.1.2021 Lindau. Am Donnerstagvormittag kam es in Lindau zu einem versuchten Tötungsdelikt zum Nachteil eines 57-jährigen Mannes. Ein Großaufgebot der Polizei war in die anschließenden Fahndungsmaßnahmen nach dem 23-jährigen Tatverdächtigen eingebunden.

Der 23-jährige Tatverdächtige befand sich in der Wohnung seines 57-jährigen Onkels und dessen Ehefrau.

Nach einem gemeinsamen Essen, ergriff der 23-Jährige ein Messer und versuchte seinen Onkel damit zu verletzen. Den Angriff konnte der 57-Jährige unter Zuhilfenahme eines Stuhls abwehren.

Nachdem sich der 57-Jährige auf den Balkon der Wohnung retten konnte, entfernte sich der 23-Jährige aus der Wohnung in unbekannte Richtung. Sowohl der 57-Jährige, als auch dessen Ehefrau blieben unverletzt.

Nachdem der 57-Jährige den Vorfall bei der Lindauer Polizei mitgeteilt hatte, wurden umgehend umfangreiche Fahndungsmaßnahmen nach dem Tatverdächtigen eingeleitet.

Das Stadtgebiet und alle infrage kommenden Hinwendungsorte des 23-Jährigen wurden hierbei abgesucht.

Um das Fahndungsnetz immer enger zu spinnen und den Fahndungsdruck auf den Tatverdächtigen zu erhöhen, wurden sukzessive weitere Polizeikräfte zugeführt.

Nebst allen verfügbaren Kräften der örtlich zuständigen Polizeidienststellen waren Streifen der Bundespolizei, der Operativen Ergänzungsdienste Kempten und eine Einheit der Bereitschaftspolizei in die Maßnahmen eingebunden.

Im Rahmen der fortwährenden Fahndung wurde auch die Wohnung des Tatverdächtigen einbezogen. Darin fanden die Beamten geringe Mengen Betäubungsmittel in Form von Haschisch und Marihuana und stellten diese sicher.

Gegen 22:20 Uhr konnte der Tatverdächtige schließlich von den Einsatzkräften im öffentlichen Raum aufgegriffen werden. Bei der anschließenden Festnahme leistete er massiven, aber unbewaffneten, Widerstand und beleidigte die Beamten fortwährend. Die festnehmenden Beamten blieben unverletzt.

Wegen Verdacht der versuchten Tötung wurde der 23-Jährige am Freitag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kempten der zuständigen Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Kempten vorgeführt. Diese folgte dem Antrag auf Untersuchungshaft. Im Anschluss wurde er in eine Justizvollzugsanstalt verbracht.

Die weiteren Ermittlungen führt die Kripo Lindau in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Kempten.

(KPS Lindau, 14:05 Uhr, DG)

(Foto: Allgäu-Tipp)

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