ERBA-Parkdeck in Wangen steht ab dem Silvesterkonzert zur Verfügung

23.12.2019 Wangen im Allgäu. 367 Stellplätze für Bewohner, Mitarbeiter der Büros und die Öffentlichkeit.

Knapp 13 Monate nach dem Spatenstich ist mit dem neuen Parkdeck das zweite Gebäude auf dem ERBA-Areal fertiggestellt worden.

Jetzt haben Bauherr Wolfgang Forster, Oberbürgermeister Michael Lang, Architekt Philipp Grath, die Bauherren und künftigen Bewohner weiterer Gebäude auf dem ERBA-Areal sowie Mitarbeiter der Stadt Wangen und der Landesgartenschau GmbH das Parkdeck eröffnet.

Insgesamt hat es 367 Stellplätze, wovon die 130 im Erdgeschoss liegenden derzeit öffentlich zugänglich sind. Diese können erstmals zum Silvesterkonzert des Städteorchesters Württembergisches Allgäu am 31. Dezember um 19 Uhr von den Konzertbesuchern genutzt werden. Die in den beiden oberen Etagen sollen die Fahrzeuge von Mitarbeitern der Unternehmen in der ERBA und der Bewohner aufnehmen.

Der Bau hat viele Väter

Wolfgang Forster erinnerte an die zurückliegende Planungs- und Bauzeit. Vor allem zu Beginn seien – auch Dank der zunächst milden Witterung – die Arbeiten durch die Firma Goldbeck sehr schnell vorangekommen. Doch der starke Winterbruch zu Jahresbeginn habe für Verzögerungen gesorgt.

Zum ersten Mal habe sich seine Familie mit dem Parkdeck im November 2016 befasst, als es erste Gespräche über die Vergabe des Parkhaus-Projekts gab. Zunächst sei ein zweistockiger Bau geplant gewesen, doch das Architektur-Büro Grath habe darauf hingewiesen, dass dies für einen wirtschaftlichen Betrieb nicht ausreiche.

Da die Stadt wollte, dass der Bau hinter einer Mauer verschwindet, die jener der früheren ERBA ähnelt, sei das dritte Stockwerk zurückgesetzt worden. Wolfgang Forster sagte: „Dieser Bau hat viele Väter, die zusammenpassen müssen.“ Einer sei auch sein Vater, der von Anfang an bei den Überlegungen dabei gewesen sei. Das gelte auch für die Neue Spinnerei. Mit Blick auf deren Sanierung sagte Forster: „Es geht voran!“

Früheres Erscheinungsbild bleibt erhalten

Das Parkdeck sei ein Stück Infrastruktur für das gesamte Gebiet, sagte OB Lang. Die Tatsache, dass die Menschen von dort noch ein paar Schritte zu ihren Häusern, Wohnungen oder Arbeitsplätzen gehen müssten, habe den großen Vorteil, dass sie sich auch begegneten.

Ob alle 130 Parkplätze auf die Dauer für die öffentliche Nutzung zur Verfügung stehen werden, müsse die Zeit bringen. Man müsse abwarten, ob noch Parkplätze im Sanierungsgebiet gebraucht würden.

Damals, als in der ERBA noch gelebt und gearbeitet wurde, seien Parkplätze nicht notwendig gewesen. Der Stadt sei es sehr wichtig gewesen, das alte Erscheinungsbild zu erhalten. Dies ermögliche jetzt die neue Mauer zur Straße hin. OB Lang dankte der ganzen Familie Forster für ihr Engagement. „Die ganze Familie packt kräftig zu“, sagte er.

Umbau des Pförtnergebäudes geht weiter

Er erläuterte auch den weiteren Fortgang in der ERBA. Derzeit liefen Gespräche in Sachen Verkauf der Karderie und der Alten Spinnerei, wobei er den anwesenden Mitgliedern des ERBA-Museumsvereins sagte, es gebe Interessenten, die den Verein integrieren wollten – und dies wolle auch die Stadt.

Das Pförtnergebäude, das derzeit eine komplette Baustelle ist, soll nach Worten von OB Lang als Hülle bis Ende 2020 saniert sein. Derzeit liefen die Überlegungen, wie die Innenausstattung werden soll. Als attraktiven Innenhof wollen die Bauherren den Bereich zwischen Parkdeck und Pförtnergebäude anlegen.

OB Lang dankte den Nachbarn des ERBA-Areals – allen voran den Bewohnern des Marthaheims, die Lärm und Schmutz von der Baustelle ertragen müssten.

Jürgen Hartinger vom ERBA-Museumsverein überreichte Wolfgang Forster eine Spindel aus alten Beständen. Architekt Philipp Grath übergab Schutzengel an die Gäste der Eröffnung, die Kinder im Ebnet-Kindergarten aus bunten ERBA-Hülsen gebastelt hatten.

Ulrike Tröbst vom der Genossenschaft Wohnen Plus, dankte der Stadt Wangen, dass das ERBA-Gelände nicht an Investoren, sondern an Liebhaber übergeben wurde.

ERBA Parkdeck Wangen im Allgäu (Foto: Stadt Wangen)

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