Ermittlungen gegen drei Mitarbeiter einer Kindertagesstätte in Mindelheim nach Tod eines Kindes

21.4.2021 Mindelheim. Am 26.3.2021 ereignete sich ein tragischer Unfall, bei dem ein zweijähriges Kind in den Mindelkanal fiel und ertrank.

Das Kind befand sich zum Unfallzeitpunkt in Obhut einer Mindelheimer Kindertagesstätte.

Zusammen mit weiteren Kindern und insgesamt drei Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Kindertagesstätte war die Gruppe auf einem Spielplatz.

In einem unbeobachteten Moment durchstieg das Kind eine Absperrung und fiel in den Mindelkanal, aus dem es sich nicht mehr selbst befreien konnte.

Bei einer kurz darauf gestarteten Suche fand man das Kind. Eine sofort durchgeführte Wiederbelebungsmaßnahme, die nach dem Eintreffen des Rettungsdienstes und zweier Notärzte fortgesetzt wurde, verlief leider erfolglos.

Die Kriminalpolizei Memmingen übernahm die Ermittlungen noch vor Ort. Eine Obduktion, die auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen durchgeführt wurde, bestätigte zwischenzeitlich den Ertrinkungstod des Kindes.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei, die in enger Abstimmung mit und unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Memmingen erfolgten, ergaben den Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung, der sich gegen die drei Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Kindertagesstätte richtet.

Im Fokus der Ermittlungen steht die Frage, ob eine schuldhafte Verletzung der Aufsichtspflicht vorliegt.

Mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen können derzeit keine Angaben dazu gemacht werden, wie sich der Unfallhergang genau abspielte.

Unter Berücksichtigung der Persönlichkeitsrechte können derzeit auch keine weiteren konkretisierenden Angaben zu den Personen oder der Einrichtung gemacht werden.

(KPI Memmingen)

Symbolfoto (© Bayerische Polizei)

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