„Gernstl unterwegs in den Süden“ 1.1.2020

Mittwoch, 1. Januar 2020
18:45 bis 19:30

Fernsehtipp an Neujahr, 1.1.2020: „Gernstl unterwegs in den Süden – Von den Dolomiten zum Gardasee“ um 18:45 Uhr im Bayerischen Fernsehen

Bei Gernstls filmischer Alpenüberquerung wird die Kunst des kultivierten Reisens gepflegt. Die Brennerautobahn ist zwar Wegweiser, aber die Reisenden lassen sich Zeit und schauen, was sich links und rechts dieser eher „uncharmanten“ Straße tut.

Gernstls Reise beginnt in Tirol und endet am südlichen Gardasee.

Reporter Franz X. Gernstl, Tonmann Stefan Ravasz und Kameramann HP Fischer sind unterwegs von München an den Gardasee, einem der beliebtesten Reiseziele der Bayern. Nur vier Autostunden liegt der „Lago di Monaco“ von München entfernt. Das Gernstl-Team reist jedoch nicht auf der Hauptreiseroute, sondern links und rechts der Autobahn auf kleinen Landstraßen.

Am Fuße der Dolomiten trifft das Filmteam einen Geigenbauer aus München: Paul Lijsen ist im Latemarwald auf der Suche nach Tonholz für seine Instrumente. Auch Stradivari soll sich in dieser Gegend Holz für seine weltberühmten Geigen besorgt haben. Mit einer speziellen Klopftechnik testet Paul Lijsen, ob aus den jahrhundertealten Fichten noch einmal eine solche Ausnahme-Geige entstehen könnte.

Ganz im Süden Südtirols liegt die Gemeinde Salurn. Hier betreiben Karoline und Patrick Uccelli einen Bauernhof mit Hühnern, Ziegen, Kühen und Schweinen. Das erklärte Ziel der jungen Quereinsteiger in der Landwirtschaft ist es, im Einklang mit der Natur zu leben und sich möglichst mit allen Nahrungsmitteln selbst zu versorgen.

Die Reise geht weiter in Richtung Gardasee. Der Norden des Sees ist bei Windsurfern beliebt und die majestätischen Kalkfelsen locken Kletterer aus ganz Europa an. Als Ende der 1960er-Jahre die ersten deutschen Bergsportler in Arco auftauchten, war auch Hans-Martin Götz unter ihnen. Gemeinsam mit seiner Familie ist er nach Arco ausgewandert und auch noch Teilzeit-Landwirt geworden. Den Gardasee besucht er aber selten: „Es ist schön, dass er da ist. Aber hingehen muss ich nicht.“

Ganz im Gegensatz zu Annemarie Ross und Johanna Vogel. Die Zwillinge aus Niederbayern waren schon viele Male am Gardasee und berichten Reporter Franz Gernstl im idyllischen Torri del Benaco vom legendären „Gardasee-Virus“, der Urlauber befalle und zur regelmäßigen Rückkehr an seine Ufer zwinge.

Auch Anke Leithäuser, genannt „Hasi“, scheint sich mit dem Gardasee-Virus infiziert zu haben. Ursprünglich aus dem Bergischen Land stammend, hat sie ihre alte Heimat vor 12 Jahren verlassen, um auf den Wochenmärkten rund um den See, Currywurst zu verkaufen. „Currywurst können die Italiener nicht – und ihr Bayern auch nicht“, meint Hasi.

In Bardolino, der Shopping Hochburg, trifft Franz Gernstl auf die gebürtige Österreicherin Kalina. Eine Style-Beraterin, die großes Talent entwickelt hat, kauffreudigen Gardasee-Touristen beim Geldausgeben zu helfen. Ihrem verkaufsfördernden Charme erliegt auch Filmemacher Franz Gernstl – und lässt sich von Kalina neu einkleiden.

Nur einen Katzensprung von Bardolino entfernt liegt Garda, die Stadt, die dem See seinen Namen gegeben hat. Hier trifft das Gernstl-Team auf Anna und Hans Renner, ein Südtiroler Rentner-Ehepaar, das sich einen Traum erfüllt hat: Die beiden haben ein hochseetaugliches Holzsegelboot von Frankreich an den Gardasee überführt und bieten darauf Ausflugsfahrten für Touristen an. Gratis zur Sightseeing-Tour bekommt man bei Anna und Hans an Bord allerdings etwas ganz Anderes, nämlich: Entschleunigung.

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