Lindauer Solarpotentialkataster und Beratungsaktion „Check Dein Dach“ ein großer Erfolg

10.12.2019 Lindau (Bodensee). Um den Ausbau der erneuerbaren Energien, insbesondere der Photovoltaik zu fördern, hat der Landkreis Lindau die Kommunen im vergangenen Jahr mit der Einrichtung eines sogenannten Solarpotentialkatasters unterstützt.

Mit diesem Kataster, zu finden unter www.landkreis-lindau.de/Gesellschaft-Soziales/Klimaschutz-und-Energiewende, hat jeder Landkreisbürger die Möglichkeit, das individuelle Potential der Solarenergie auf seinem Dach auszurechnen. Waren es im vergangenen Jahr 1.535 Zugriffe auf das Kataster, werden in diesem Jahr bereits circa 2.000 Zugriffe zu verzeichnen sein.

Interessierte konnten sich außerdem in acht Kommunen kostenlos zur Solarnutzung beraten lassen. Die Solarkampagne „Check Dein Dach“ gab es in Wasserburg, Opfenbach, Scheidegg und in der Stadt Lindau sowie den Argentalgemeinden Maierhöfen, Grünenbach, Gestratz und Röthenbach. Der Landkreis Lindau hat die professionellen Beratungen mit 2.000 Euro pro Gemeinde bezuschusst.

Die letzte Beratung wurde Ende November abgeschlossen.Die Beratungsaktion „Check Dein Dach“ war in allen Gemeinden sehr erfolgreich. „Die Resonanz war so groß, dass das ursprüngliche Beratungskontingent von 190 kostenfreien Beratungen auf insgesamt 290 aufgestockt wurde“, freut sich der Klimaschutzmanager Steffen Riedel über den Erfolg der Aktion.

Der Landkreis Lindau wird deshalb im kommenden Jahr nicht nur „Check Dein Dach“ weiter unterstützen, sondern auch die Aktion „Check Dein Haus“. Energieberater analysieren bei dieser Aktion das gesamte Haus wie beispielsweise die Heizungsanlage oder die Dämmungen und geben am Ende der ebenfalls kostenlosen Vorortberatungen den Hauseigentümern Handlungsempfehlungen mit auf den Weg. Darüber hinaus wird es noch einen internetbasierten Heizrechner geben.

Der Landkreis selbst hat mit seiner im Januar in Betrieb gegangenen Solarstromanlage auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes in der Bregenzer Straße 35 positive Erfahrungen gesammelt. So konnte, kombiniert mit anderen Energiesparmaßnahmen, der Strombezug um über ein Drittel oder 50.000 Kilowattstunden reduziert werden. Deshalb wird aktuell auf dem Gymnasium Lindenberg eine weitere Anlage errichtet. Im kommenden Jahr soll auch das Schülerwohnheim und die Realschule Lindenberg mit einer Solarstromanlage ausgerüstet werden.

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