Unterallgäuer Behinderte wünschen sich mehr Barrierefreiheit

16.12.2019 Landkreis Unterallgäu. Mit welchen Schwierigkeiten haben Menschen mit Behinderung in den Unterallgäuer Gemeinden zu kämpfen? Wie kann der Landkreis die kommunalen Behindertenbeauftragten noch besser unterstützen?

Um diese Fragen ging es jetzt in Mindelheim. Am internationalen Tag der Menschen mit Behinderung trafen sich die Behindertenbeauftragten im Landratsamt. Caroline-Maria Gsöllpointner und Polina Bubnova von der Koordinationsstelle Inklusion hatten zu dem Treffen eingeladen.

Ein Problem in vielen Gemeinden ist den Behindertenbeauftragen zufolge die Zugänglichkeit öffentlicher Toiletten. Oft seien diese für Senioren oder Behinderte nicht barrierefrei erreichbar – zum Beispiel, weil die Toiletten in Gasthäusern häufig im Keller untergebracht seien.

Welche Unterallgäuer Gaststätten, Arztpraxen oder Geschäfte barrierefrei sind, soll man künftig auf der Internetseite „Wheelmap“ sehen können, informierten Gsöllpointner und Bubnova. Sie stellten die Seite vor und kündigten an, dass diese auch fürs Unterallgäu ausgebaut werden soll.

Auf der Internetseite befindet sich eine Karte, auf der man rollstuhlgerechte Orte finden und markieren kann. Jeder kann öffentliche Orte einzeichnen, die barrierefrei sind und eine rollstuhlgerechte Toilette haben. Geplant ist ferner auch, dass die Mitarbeiterinnen der Koordinationsstelle in die Gemeinden kommen und vor Ort beraten.

Anschließend stellte Vorsitzende Monika Sirch die Behinderten-Kontaktgruppe Mindelheim-Bad Wörishofen vor. Außerdem tauschten sich die Behindertenbeauftragten im „World-Café“ über die Situation in den Gemeinden aus. Feedbackbögen am Ende der Veranstaltung gaben den Teilnehmern die Möglichkeit, ihre Anliegen auch schriftlich vorzubringen.

Viele Informationen finden Interessierte im Internet unter www.unterallgaeu.de/inklusion

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